Fußbodenheizung
Bei der Fußbodenheizung wird die Wärme auf einer großen Fläche gleichmäßig abgegeben. "Warme Füße und kalter kopf" kommt auch dem menschlichen Wärmeempfinden nahe. Die Vorlauftemperaturen liegen bei maximal 40°C und die Oberflächentemperatur beträgt maximal 29°C. Vorteile sind auch, daß keine Heizkörper stören und die Staubumwälzungen sind aufgrund der großflächigen Wärmeabgabe minimal. Als » Bodenbelag eignen sich fast alle gängigen Belagarten.(Parkett, Fliesen, Teppich etc.). Die Kennzeichnung der fußbodenheizungsgeeigneten Beläge erfolgt durch ein Symbol mit einer Heizschlange und drei darüberliegenden nach oben zeigenden Pfeilen.

Vier Heizsysteme werden unterschieden:

Warmwasserfußbodenheizung
Das traditionelle Heizsystem der Fußbodenheizung. Warmes Wasser fließt durch ein im Fußbodenestrich verlegtes Rohrsystem. Eine Fußbodenheizung benötigt geringe Vorlauftemperaturen (bis max. 50°C, heute in der Regel zwischen 35 und 40°C) und steht so im Zusammenhang mit der Niedertemperaturheiztechnik, ihrer Einführung und Entwicklung. Es werden nur Niedertemperaturheizkessel eingesetzt und für die Wärmepumpenheizung ist die Fußbodenheizung bestens geeignet.
Die Heizungsrohre können aus Kupfer oder Kunststoff bestehen und werden in einem speziellen Estrich, dem Heizestrich, der die thermischen Belastungen aufnehmen muß, eingebettet. Der Fußbodenaufbau erhöht sich dabei um ca. 8-10 cm, so daß für den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung bzw. bei der Altbausanierung oft andere Konstruktionen verwendet werden müssen.

Klimaboden
besteht aus nahtlos aus Kunststoff geblasenen Fußbodenelementen. In diesen Platten bzw. Modulen zirkuliert das aufgeheizte Wasser. Der Hauptvorteil liegt darin, daß die Platten je nach Hersteller nur zwischen 0,5 und 2 cm stark sind. Außerdem ist die geringe Vorlauftemperatur sowie die schnelle Reaktionszeit zu nennen. Einsatz besonders bei der Altbausanierung.

Elektrofußbodenheizung
Dünne Heizmatten, die auf dem Estrich und direkt unter dem Fußbodenbelag verlegt werden. Die Aufbauhöhe beträgt zusammen mit dem Belag nur 1 bis zwei Zentimeter. Elektrofußbodenheizungen eignen sich für Neubauten und für Altbauten, vor allem auch für Bäder, Küchen, Flure, Sitzecken und Heizinseln im Wohnbereich. Zuständig für das Verlegen der Elektrofußbodenheizung ist der Elektroinstallateur. Die Regulierung der Temperatur erfolgt über elektronische Thermostate.

Elektrodirektheizung
keramische Platten, die auf der Rückseite eine keramische Leitschicht besitzen und isoliert sind. Die einzelnen Platten werden durch integrierte einpolige Steckverbindungen gekoppelt. Da die Platten direkt aufgeheizt werden ist diese Heizung schnell und reaktionsfähig.

   
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