Grunderwerb
Da oft nicht vorhanden, ist der Grundstückskauf die erste Investition der Bauherrenfamilie. Doch vorher gilt es, das geeignete Grundstück zu finden. Der künftige Bauherr wird sich mit Maklerfirmen in Verbindung setzen, in den Kommunen nachfragen, Zeitungsannoncen studieren und selbst Anzeigen aufgeben sowie nach Baulücken Ausschau halten. Vor allem in den großen Ballungsgebieten ist die Grundstückssuche gar nicht einfach. Das spottbillige Traumgrundstück gibt es nicht. Der künftige Bauherr muß also seine Kompromißbereitschaft sachlich abwägen und bestimmen.
Die Lage ist das A und O. Zum einen ist die Lage zur Straßenanbindung und zu den Himmelsrichtungen zu beachten. Ein nach Norden und Süden ausgerichtetes Grundstück gilt im allgemeinen als benutzerfreundlich. Sollte die Straßenanbindung aber an der Süd- oder Westseite verlaufen kann der Freizeitwert des Grundstückes stark beeinträchtigt sein.
Die Verkehrsanbindung ist ein weiterer entscheidender Punkt bei der Beurteilung des Grunstückes. Bewährt hat sich, die geläufigen Strecken (z.B. zur Arbeit) mit dem Privatfahrzeug sowie mit dem zur Verfügung stehenden öffentlichen Verkehrsmittel zu testen.
Ein ernsthaft in Betracht gezogenes Grundstück sollte auch gemeinsam mit dem Architekten oder dem Vertreter der Hausbaufirma angeschaut werden.
Bezüglich der Bodenverhältnisse ist die wichtigste Frage, die nach dem Wasserniveau, da bei einem hohen Grundwasserspiegel erhebliche Mehrkosten auf den Bauherren zukommen können, z.B. wenn das Kellergeschoß als wasserdichte Betonwanne hergestellt werden muß. Ein Bodengutachten ist unerläßlich, doch zunächst reicht es, mit den künftigen Nachbarn zu reden.
Verträge über den Erwerb eines Grundstücks müssen notariel beurkundet werden. Bevor es zum Notartermin kommt, macht sich der Kaufinteressent mit allen Gegebenheiten des Grundstückes vertraut und verlangt vom Makler bzw. Verkäufer detailierte Auskunft. In der Regel hat sich der Kaufinteressent zu diesem Zeitpunkt das Grundstück bereits reservieren lassen.
Stimmen beide Parteien weiterhin überein, wird der notarielle Kaufvertrag vorbereitet und der Notartermin abgestimmt. Zu diesem Zeitpunkt muß auch die Finanzierung des Grundstückkaufs geregelt sein. Wichtig ist, sich als Käufer vor dem eigentlichen Notartermin von der Verkäuferseite den Kaufvertragsentwurf übergeben zu lassen, so daß genügend Zeit bleibt, alle Passagen eingehend zu studieren. Der Vertrag muß nicht so akzeptiert werden, wie er angeboten wird, denn die nach dem bürgerlichen Recht (BGB) bestehende Vertragsfreiheit gilt sowohl für den Verkäufer wie für den Käufer.

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