Bauvertrag
Im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gilt ein Bauvertrag, egal ob über eine einzelne Handwerkerleistung oder ein ganzes Haus, als Werkvertrag. Der Vertrag bezieht sich also auf die Erstellung und Vergütung eines genau definierten Werkes. Der Auftragnehmer ist solange gebunden, bis er die vereinbarte Leistung erbracht hat, der Auftraggeber verpflichtet sich im Gegenzug, die erbrachte Leistung zu vergüten.
- keine Formvorschrift, Bauverträge sollten aber schriftlich geschlossen werden
- je eindeutiger und detailierter die Vereinbarungen bestimmt sind, desto besser. Mindestens sollte aber Folgendes geregelt sein:
  • vereinbarte Leistung
  • Qualitätsmerkmale der Leistung
  • Ausführungsfristen
  • Haftung der Vertragspartner
  • vorzeitige Kündigung des Vertrages
  • Formalitäten der Bauabnahme
  • Umfang und Fristen der Gewährleistung



Eine Möglichkeit, aber kein Muss, ist die Einbeziehung der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) in den Vertrag.
Die VOB ist kein Gesetz, damit sie in den Vertrag einbezogen wird, müssen es beide Partner ausdrücklich vereinbaren. Die VOB enthält im Teil B allgemeine Vertragsbedingungen und im Teil C sind "Allgemeine technische Vorschriften" festgeschrieben.
In der Praxis ist es verbreitet bei Einbeziehung der VOB in den Vertrag, ausdrücklich eine fünfjährige Gewährleistung nach BGB zu vereinbaren, statt der 2 Jahre nach VOB.

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