Keller
Zum Haus gehört ein Keller. - Diese Meinung vertreten zumindest 85% der deutschen Bauherren. Neben der klassichen Nutzung der Kellerräume im Einfamilienhaus als Heizungsraum, Waschküche, Vorrarsraum und Hobbyraum tritt aufgrund der hohen Baukosten auch eine erweiterte Nutzung, z.B. als Gästezimmer oder Wohnraum, mehr in den Vordergrund. Dabei Gewinnen auch neue Anforderungen, wie ausreichender Wärmeschutz, gute Belichtung und Einhaltung einer Mindestraumhöhe an Bedeutung.
    Kellerbauweisen:
  • der gemauerte Keller
  • klassische und noch immer häufigste Kellerbauweise; im Prinzip sind alle Steine verwendbar, sehr oft werden Kalksandsteine für das Mauerwerk genommen
  • der vor Ort gegossene Betonkeller
  • der Fertigkeller
  • Bau erfolgt mit einschaligen Betonteilen; die Vorteile ligen in einer kurzen Bauzeit von 4-5 Tagen; Montage ist auch bei Frost möglich
  • der Modulkeller
    als Weiterentwicklung der Fertigkeller
  • Mischformen, z.B. Vorfertigung von Holzwerkplattenelementen, die vor Ort mit Beton ausgegossen werden

Der Schutz vor Feuchtigkeit nimmt den höchsten Stellenwert ein. Hier unterliegen Kellerwände besonderen Anforderungen. Sie sind ja einer ständigen Bodenfeuchtigkeit ausgesetzt. (normale Bodenfeuchtigkeit, Grundwasser, Sickerwasser, Stauwasser). Wenn Nässe in die Wände eindringt, steigt sie aufgrund der Kapillarwirkung nach oben. Dabei werden auch ständig die im Wasser enthaltenen Salze mittransportiert, die dann kristallisieren und das Mörtel- und Steingefüge sowie den Putz zerstören.
Die erforderliche Abdichtungsart muß der Architekt festlegen. Beim Bau eines Hauses mit Keller sollte nie auf ein Bodengutachten verzichtet werden.
Beheizte Kellerräume benötigen eine Wärmedämmung. Bauphysikalisch besser, sollte sie beim Neubau immer an der Außenwand erfolgen. Die Dämmung dient nicht nur einer Energieersparnis, sie ist wichtig, damit sich nicht an der sonst kalten Kellerwand Kondenswasser absetzt und Feuchtigkeitsschäden entstehen.
Gegen aufsteigende Feuchtigkeit sind entsprechende horizontale Sperren vorzusehen.
Bei nichtdrückendem Grundwasser soll eine Wasserabführung über eine rings um das Haus verlegte Drainageleitung erfolgen.
Die Kellerfenster lassen Licht und Luft in die Kellerräume. Es soll verhindert werden, das Tiere in den Keller gelangen und eine erhöhte Einbruchgefährdung muß bedacht werden. Unterhalb der Geländeoberkante werden Kellerlichtschächte verwendet.
   
Neue Suche   Suchergebnisse   Buch zum Thema